Sextoys – Luxus für die Liebe
- Vibratoren
- Liebeskugeln
- Perlenketten
- Massageöle
- Cockringe
- Checkliste für den Kauf
- Tipps rund um Sextoys
Aus dem Buch: Wellness der Erotik
Liebesspielzeug hat eine uralte Tradition, es wurde schon in den erotischen Sexhandbüchern des Kamasutra und Shunga gepriesen. Manche betrachten diese raffinierten Accessoires als das Salz beim Sexspiel, andere sind Puristen und begnügen sich mit den körpereigenen Sextoys.
Bei Stefan und mir war es bis vor kurzem auch so. Zumindest bei meinem Schatz, obwohl er eigentlich ein totaler Technikfreak ist. In der Küche finde ich schon gar keinen Platz mehr zum Gemüseschnipseln, weil da ein riesiger Mixer, ein Milchaufschäumer, eine Nudelmaschine und was weiß ich noch was für blitzende Geräte stehen. Als ich jedoch einen Vibrator mit Netzanschluss, mehrfachen Vibrationsstufen plus Impulsstoßtechnik anschleppte, zog mein Liebster erst einmal ein langes Gesicht. „Zu was brauchst du denn das? Bin ich dir etwa nicht mehr gut genug?“, schmollte er. Ich diskutierte gar nicht erst lange, zog ihn aufs Bett und ließ den Massagestab über seinen Körper gleiten, dann zeigte ich ihm noch wie man damit während der banalsten Sexposition zusätzlich die Klitoris stimulieren kann. Mein intensiver Orgasmus und sein relaxter Streichelfinger überzeugten ihn. Als ich dann neulich nach Hause kam, hörte ich es brummen und dachte mir: „Jetzt hat er schon wieder ein neues Küchengerät gekauft!“. Da sah ich, dass er konzentriert die Bedienungsanleitung des neuen Vibrators studierte. Ich zog mich schmunzelnd zurück und freute mich auf den nächsten Einsatz. „Glück gehabt!“, dachte ich und mixte uns einen Fruchtdrink mit dem multifunktionalen Supermixer. Bei den meisten meiner Freundinnen verhält es sich mit den Sextoys ein bisschen anders, obwohl sie genauso wie Stefan auf den Segen der Technik schwören. Sybille sagt: „Der Geschirrspüler ist mein bester Freund“, Petra könnte sich ein Leben ohne elektrische Zahnbürste gar nicht mehr vorstellen und ihr Mann Wolfgang tut erst gar keinen Schritt ohne seinen Pulsmesser. Elektronische Helfer sind aus unserem Leben schließlich nicht mehr wegzudenken. Nur: Wenn es um die Lust geht, sind die meisten Haushalte auf dem Standard einer Lehmhütte.
Da bleibt man bei der Handarbeit, experimentiert mit Vaseline herum oder plündert notfalls das Gemüsefach des Kühlschranks. Schon komisch. Aber beim Sex glauben ja immer noch viele, dass er gut ist, wenn man sich nur genug liebt. Aber haben Sie Radfahren gelernt, nur weil Sie Ihr neues Fahrrad so schön fanden?
Deutschland, der Trendsetter für hochwertiges Sexspielzeug
Bis vor ein paar Jahren gab es Sexspielzeug nur in Sexshops, die sich eindeutig an eine männliche Klientel richten. Frauen auf der Suche nach einem Vibrator, hatten es schwer. Auch in einem Land, das dank Beate Uhse und jungen innovativen Unternehmen wie Fun Factory weltweit der Trendsetter für Sexspielzeug ist. In der Zwischenzeit berichten jedoch auch Frauenzeitschriften ganz offen über das Neueste auf dem Markt der immer hübscher werdenden Sextoys. In der beliebten Fernsehserie „Sex and the City“ wurden Vibratoren ausgiebig diskutiert und getestet. Bis in die Fernsehwerbung hat es das bunte Spielzeug jedoch noch nicht gebracht, da werden wir weiterhin zu Putzmittel und Hämorridensalben verführt.
Vielleicht sagen deshalb so viele: „Ich brauche so etwas nicht“. Aber geht es wirklich um das Brauchen? Es geht doch vielmehr um das Genießen. Um Wellness beim Sex. Wer sagt schon `ich brauche keinen Badeschaum´? Niemand badet in purem Wasser. Fast jeder benutzt einen duftenden Badezusatz, vielleicht einen Luffaschwamm und sogar ein Nackenkissen. Brauchen tun wir das nicht. Wir brauchen auch keinen Champagner oder das neue sündteure Parfum. Wasser und Seife tun es auch. Komisch, dass wir uns gerade bei der schönsten Sache der Welt mit unserem Fingern begnügen und auf all die luxuriösen Köstlichkeiten verzichten.
Und übrigens: Die Klitoris ist das einzige Organ des Menschen, das keine andere Funktion hat, als die, uns pure Lust zu bereiten. In der Lustknospe laufen 8000 Nervenpunkte zusammen, um uns Freude zu bereiten. Da sagt auch niemand „brauche ich nicht“. Probieren Sie es doch einmal aus, allein oder zu zweit. Verwöhnen Sie sich mit Gourmetsex, denn wer Sex hat, hat auch immer mehr Lust auf Sex, aktiviert seinen Energiehaushalt und tut was für seine Gesundheit. Vielleicht sollten wir einmal statt in Vitaminpillen in ein Gleitgel investieren. Und: das ist jetzt besonders wichtig für alle, die auf Freiersfüßen wandeln, wer sich selbst sexuell verwöhnt, hat eine erotischere Ausstrahlung.


